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Ölunternehmen Surgutneftegas soll bei Bank von Putins Freunden einsteigen
Das Ölunternehmen Surgutneftegas soll für 1,1 Milliarden Rubel (ca. 32 Millionen Euro) 305 000 Vorzugsaktien der neuesten Emission der Bank Rossija kaufen, berichtet die Tageszeitung „Wedomosti“ am Donnerstag. „Man hat uns nachdrücklich gebeten, die Aktien der Bank zu kaufen“, teilte ein Sprecher des Ölunternehmens mit. Die Namen der Personen, die diese Bitte geäußert hatten, wollte er nicht nennen.
Die relativ kleine St.Petersburger Bank Rossija (Platz 56 unter den russischen Geldinstituten in Bezug auf das Bankkapital) war dadurch bekannt geworden, dass viele von ihren früheren Managern und Mitbesitzern in hohe Staatsämter oder leitende Posten in Staatsunternehmen aufstiegen, als Wladimir Putin zum Präsidenten gewählt wurde. Dazu zählen der Bildungs- und Forschungsminister Andrej Furssenko und der Präsident des Eisenbahnmonopolisten RZD, Wladimir Jakunin. Auch einige ehemalige Gasprom-Manager gehören dazu. Juri Kowaltschuk, der größte Rossija-Teilhaber, gilt als alter Freund Putins: Sie waren in den 90er Jahren Nachbarn in der Datschensiedlung „Osero“.
Darüber hinaus sind die Bank Rossija und Surgutneftegas jeweils zur Hälfte die Eigentümer der Fernsehsender Ren-TV und Peterburg. Im Herbst 2005 gab das Ölunternehmen schätzungsweise 60 bis 100 Millionen Dollar für einen 35-prozentigen Anteil an Ren-TV aus. Später erwarb Surgutneftegas zudem 20 Prozent an der Fernsehanstalt Peterburg für umgerechnet 43 Millionen Euro. In beiden Fällen soll es sich um „erzwungene Geschäfte“ gehandelt haben, gaben Mitarbeiter aus dem Ölunternehmen zu, die allerdings anonym bleiben wollten.
[ RIA Novosti / russland.RU ]
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